Kürzlich erst, war ich mal wieder auf meiner Lieblingsinsel Sizilien.

Eigentlich kenne ich diese Insel noch gar nicht so lange. Eingeladen wurde ich das erste Mal von einer lieben Freundin zu ihrem Geburtstag im letzten Jahr. Meine Freundin hat diesen Ort für Ihre Geburtstagsfeier gewählt, da sie dort Familie hat und einfach fern von der Heimat Ihren Geburtstag ruhig begehen wollte. Zu diesem Geburtstag versammelte sich die sizilianische Familie hoch auf dem Berg, oder wie man auf Sizilien sagt, „im Land“, das Meer aber immer im Blick. Dieser Ort ist eine Oase der Ruhe, der Besinnung, der Natur, der Gott sei Dank, Einfachheit und dieser Ort bietet deshalb einfach nur so viel mehr. Auf einmal zählte kein Konsum, keine Fragen, was wird morgen, lediglich der Moment und das Beisammensein, wenngleich verschiedener sich fremder Menschen war ein Feuerwerk des Seins. So nach dem Motto, wir sind alle hier und genießen uns, die lockeren Gespräche, die Späße miteinander, das schöne Wetter, die noch bessere Natur, vor allem aber das wunderbare sizilianische Essen und die Freude des Geburtstagskindes. Ne, war das einmalig und schön, mir wird es im Gedächtnis und Herzen unvergesslich bleiben. Ein Schatz des Lebens an Eindrücken und Erfahrungen, den ich bis zu meinem Tod hüten werde.

Als die Familie aus Sizilien Anfang des Jahres in Deutschland war, da es auch Ihrerseits noch weitere Familienmitglieder hier gibt, haben wir uns kurzerhand entschlossen wieder eine Woche nach Sizilien zu fahren. Das war eine prima Gelegenheit, da ich mich kurz zuvor einer schweren Operation unterziehen musste und hier nicht so recht gesund wurde. Alleine der Gedanke aber, Du fährst wieder nach Sizilien ließ es mir bereits besser ergehen. Angekommen, das Auto am Flughafen abgeholt, fuhren wir den mir bereits bekannten Weg. Was denken Sie? Meine Beschwerden wurden von Tag zu Tag geringer, ich erholte mich förmlich und hatte wieder Lebensfreude getankt. Und da war ich, wieder in der Familie, wieder auf dem Land, wieder die gewohnten Wege, Märkte, das Meer, die Sonne und meine Lebensfreude. Mehr geht nicht! Endlich mal an mich denken, die Zeit mit meinen Lieben genießen und nichts weiter, gar nichts.

Und dann kam noch ein Finale, St. Margaritha, ein Ort zum Verweilen, zum Träumen. Sie glauben gar nicht, was ich auch hier erleben durfte. Endlich mal Auszeit, Ruhe, Stille, Besinnung, Achtsamkeit, zudem ein wahrer Gaumengenuss. Eigentlich ein Ort mitten im Nichts, so ohne Worte, so mitten in der Einöde Siziliens. Allerdings geht hier der Blick in die Ferne und das bedrohliche scheint hell, denn Du bist letztlich mit Dir alleine, ohne Zweifel, ganz bei Dir selbst, ob Du es willst oder nicht… und Du fragst Dich: „Hallo, Hallo… ist da jemand? Ja, aber nur Du selbst und niemand anderes, den Du für irgendetwas verantwortlich machen könntest. Nur Du. Tja, das Leben ist wie es ist und kommt, wie es kommt, wenngleich auch manchmal (nur) mit Dir. Aber ist das nicht auch mal genug und ausreichend um sich selber wieder zu safen?!
Leute, das Leben kann so einfach, so unbeschwert sein, warum machen wir uns es selber nur immer wieder so schwer, denken über Dinge nach, die nicht einmal spruchreif sind, machen uns pausenlos Sorgen über ungelegte Eier und setzen uns, wo immer es geht unter Stress?!

Also, liebe Grüße und bis bald

Vera Pesch

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